WordPress Plugins

Titelbild WordPress Plugins

Nachdem wir Ihnen die Grundlagen und ersten Schritte zum Thema WordPress vorgestellt haben, geht es in diesem Blogpost um nützliche WordPress Plugins, die Ihnen bei der Arbeit mit dem beliebten Content-Management-System weiterhelfen.

    Was sind Plugins eigentlich?

    Plugins sind optionale Zusatzanwendungen, die die Funktionalitäten Ihrer WordPress-Seite erweitern oder verändern. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Seite genau an Ihre Bedürfnisse und Vorstellungen anzupassen. Plugins für WordPress können kostenlos oder kostenpflichtig sein.

     

    Empfohlene Plugins

    Plugins sind also eine sehr gute Sache, um Ihre Website auf WordPress in verschiedenen Bereichen an Ihre Wünsche anzupassen und deren Funktionen auszubauen. Doch welche Plugins lohnt es sich wirklich zu nutzen? Bei einer Auswahl von über 50.000 Plugins im WordPress-Verzeichnis und vielen weiteren im Internet fällt die Entscheidung schwer. Aus diesem Grund haben wir Ihnen eine Reihe an Plugins nach diversen Kategorien zusammengestellt, die wir Ihnen guten Gewissens ans Herz legen können.

    SEO Plugins

    Um die Sichtbarkeit Ihrer Seite in den Suchmaschinen zu erhöhen, empfiehlt es sich, Ihre Seite nach Aspekten der Suchmaschinenoptimierung zu optimieren. Folgende Plugins stellen nützliche Funktionen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung bereit:

    Yoast SEO

    Yoast SEO

    Bei Yoast SEO handelt es sich um ein Plugin, mit dem auch in der Freeversion verschiedene Funktionalitäten im Bereich der Suchmaschinenoptimierung angeboten werden. Dazu gehört z.B. die Bewertung geschriebener Texte nach deren Lesbarkeit und einem Keyword, zu dem Sie in Google ranken möchten. Yoast SEO schätzt Ihre Texte dabei nach dem Ampelverfahren ein – grün steht für gute Texte, gelb für Texte mit Optimierungsbedarf und rot für schlechte Texte – und stellt Ihnen entsprechende Optimierungsvorschläge vor. Zudem gibt Ihnen das Plugin die Möglichkeit, eine Google-Vorschau Ihrer Seite oder Ihres Posts anzusehen, die Meta Description zu verändern und der Seite bzw. dem Beitrag einem klaren Breadcrumb zuzuordnen. Ein weiterer Vorteil: Das Plugin wird alle zwei Wochen upgedatet und so an den neuesten Algorithmus von Google angepasst.
    Wer die Premium Version von Yoast SEO erwirbt, kann seine geschriebenen Texte sogar auf mehrere Keywords optimieren lassen, sieht Vorschauen seiner Beiträge für die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter und bekommt interne Linkvorschläge angezeigt. Außerdem analysiert die kostenpflichtige Version Ihren gesamten Content und checkt danach die Wahl Ihrer Keywords.
    Alles in allem ist Yoast SEO optimal, um Ihre Website nach Eigenschaften der Suchmaschinenoptimierung zu optimieren.

    Metronet Tag Manager

    Das Plugin Metronet Tag Manager ist bisher leider nur auf englisch verfügbar. Nichtsdestotrotz ist es eine gute kostenlose Zusatzerweiterung, um den Google Tag Manager in Ihre Website zu integrieren. Der Google Tag Manager bietet Ihnen einige Vorteile: Mit ihm können Sie Code Snippets wie Tracking Codes oder Conversionpixel einbinden ohne in den Quellcode Ihrer Website einzugreifen. Lediglich bei der Implementierung des Google Tag Managers in Ihre Seite muss einmalig in den Code eingegriffen werden – oder auch nicht: Denn mit dem Metronet Tag Manager lässt sich auch dieser Schritt vereinfachen. Das Plugin hilft Ihnen dabei, den Codesnippet des Tag Managers in Ihre Website einzufügen. Ab dann spielen Sie alle Tags über die benutzerfreundliche Bedienoberfläche des Tag Managers aus. Der Metronet Tag Manager ist also eine tolle Sache, um Tags aus einem gesammelten Ort heraus auszuspielen ohne auf die Arbeit der IT angewiesen zu sein.

    Google Analytics Dashboard for WP

    Um Google Analytics in Ihre WordPress-Seite einzubinden, eignet sich das Plugin Google Analytics Dashboard for WP. Mithilfe dieser Erweiterung lassen sich Ereignisse wie Downloads, Linkklicks und die Scrolltiefe einzelner Seiten auf Ihrer Website einfach tracken. Zusätzlich werden Ihnen Reportings von Google Analytics ausgespielt und Sie können nach Benutzerrollen einstellen, wer diese zu sehen bekommt. Praktisch und nützlich ist auch die Funktion der Echtzeit-Statistiken. Hier werden Ihnen in Echtzeit die Anzahl der Besucher und von welchem Channel und welcher Quelle genau sie kommen, angezeigt.

    Um die DSGVO-Konformität Ihrer Website zu gewährleisten, sollten Sie die Plugin-Einstellung betätigen, die IPs während des Trackings anonymisiert. Diese Option befindet sich unter den Punkten Tracking Code > Advanced Settings (Erweiterte Einstellungen). Hier stellen sie die Einstellung Anonymize IPs while tracking auf on.

    PageSpeed-Optimierung

    In der zweiten Kategorie PageSpeed-Optimierung widmen wir uns Plugins, die die Ladezeiten Ihrer WordPress-Seite möglichst gering halten. Mit einer guten PageSpeed springen die User weniger von Ihrer Website ab und dies wirkt sich positiv auf das Google Ranking aus. Absprungrate und Seitenladegeschwindigkeit sind zwei wichtige Rankingfaktoren.

    EWWW Image Optimizer

    Bei dem EWWW Image Optimizer handelt es sich um ein Plugin, das Bilder auf Ihrer WordPress-Seite optimiert , indem es die Dateigrößen der Bilder verringert ohne die Qualität der Bilder sichtbar einzuschränken. So werden die Ladezeiten deutlich verringert, da bei einer Anfrage an den Server weniger Daten übertragen werden müssen. Auf diese Weise sparen Sie zudem Speicherplatz und Bandbreite. Das Plugin optimiert alle Bilder, die sich nach der Installation hochladen, automatisch. Neben dieser Funktion gibt es außerdem die Möglichkeit, alle bereits vor der Installation des Plugins hochgeladenen Bilder zu optimieren und in beliebige Dateiformate zu konvertieren. Dabei können Sie außerdem zwischen einer pixelgetreuen und einer starken Kompression wählen. Letztere Möglichkeit komprimiert Ihre Bilder visuell verlustlos.

    Autoptimize

    Autoptimize ist ein weiteres Plugin, das Ihnen hilft, Ihre Website zu beschleunigen. Es vereint alle Skripte und Styles, minimiert, komprimiert und cacht sie. Außerdem minimiert es auch den HTML Code selbst. Das Plugin ist sehr gut geeignet, um http Requests zu verringern, was ein weiterer Google Ranking Faktor ist und Ihnen damit auch bei SEO-technischen Aspekten hilft. Doch Achtung: Mit bestimmten Einstellungen ist es möglich, dass einige JavaScript basierte Funktionen nicht mehr einwandfrei laufen. Hier heißt es: Testen Sie die verschiedenen Einstellungen gut.

    WP Super Cache

    Das Plugin WP Super Cache speichert eine statische Version Ihrer Website und liefert dem Nutzer diese bei Anfrage an den Server aus. So bekommt ein Großteil Ihrer Nutzer die statische Website ohne aufwendige Berechnungen angezeigt, was immense Zeit beim Laden der Website spart und Ihre Pagespeed so optimiert.

    Sicherheit

    Auch rund um den Bereich der Sicherheit Ihrer Website gibt es geeignete Plugins. Diese sind wichtig, um Ihre WordPress Seite zum Beispiel vor Spam und Hackerangriffen zu schützen.

    Limit Login Attempts Reloaded

    Das Plugin Limit Login Attempts Reloaded  limitiert die Versuche einer IP-Adresse, sich auf Ihrer Website einzuloggen. Damit beugen Sie einem Brute-Force-Angriff vor, bei dem Hacker alle möglichen Fälle ausprobieren, um sich in Ihren Account einzuloggen und Schaden anzurichten. Die Anzahl der möglichen Login-Versuche können Sie dabei individuell anpassen. Das Plugin ist in zahlreichen Sprachen verfügbar.

    Invisible reCaptcha for WordPress

    Ein weiteres Plugin, das zur Sicherheit Ihrer Webseite beiträgt, ist Invisible reCaptcha for WordPress. Mit dieser Anwendung müssen User, die sich auf Ihrer Seite einloggen oder durch Kommentare interagieren wollen, unter Beweis stellen, dass sie echte Menschen und keine Bots sind. Zu diesem Zweck müssen sie für den Menschen leichte lösbare Aufgaben bewältigen, an denen Bots scheitern. Dies schützt Ihre WordPress-Seite vor Spam und ebenso vor Brute-Force-Angriffen. Das Plugin ist zudem mit den weiteren Zusatzmodulen Contact Form 7 und WooCommerce kompatibel.

    Kontaktformulare

    Damit Besucher Ihrer Website mit Ihnen Kontakt aufnehmen können, empfiehlt es sich, ein Kontaktformular einzubauen. Auch für diese Funktion existieren Plugins. Eins dieser Zusatzmodule hat sich dabei als besonders hilfreich herausgestellt:

    Contact Form 7

    Mit dem Plugin Contact Form 7 haben Sie die Möglichkeit, zahlreiche Kontaktformulare zu erstellen, diese zu verwalten und flexibel anzupassen. Sobald ein Nutzer Ihr veröffentlichtes Formular nutzt, bekommen Sie eine E-Mail zugeschickt, die Sie auf diese Aktion hinweist und Ihnen die entsprechenden Daten zur Verfügung stellt. Das Plugin ist kompatibel mit dem bereits vorgestellten Invisible reCaptcha for WordPress und schützt Ihre Seite so vor Spam und Brute-Force-Angriffen. Bei diesem Plugin handelt es sich um das meistgenutzte Zusatzmodul aus dem Bereich der Kontaktformulare.

    WordPress Plugins installieren

    Plugins lassen sich auf Ihrer WordPress-Seite auf zwei Arten installieren. Mit der ersten Möglichkeit installieren Sie ein Plugin aus der WordPress-Plugin-Bibliothek. Diese gestaltet sich wie folgt:

    1. Besuchen Sie in Ihrem Backend den Menüpunkt Plugins in der linken Seitenleiste. Hier finden Sie eine Übersicht aller Plugins, die Sie bereits installiert haben. Dazu zählen sowohl die aktivierten als auch die inaktiven Anwendungen und jene, für die eine Aktualisierung verfügbar ist.
    2. Klicken Sie in einem zweiten Schritt auf den Button Installieren und Sie gelangen zu einer WordPress-Plugin-Bibliothek. Hier werden Ihnen verschiedene Plugins nach den Kategorien „Vorgestellt“, „Populär“ und „Empfohlen“ präsentiert. Unter dem Reiter „Favoriten“ finden Sie die Plugins, die Sie auf WordPress.org bereits als Favoriten markiert haben. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, über Stichwörter, Autoren und Schlagwörter nach bestimmten Plugins zu suchen.
    3. Unter den aufgeführten Anwendungen wird Ihnen der Name, eine Kurzbeschreibung sowie der Entwickler des Plugins angezeigt. Zudem sehen Sie, wie viele WordPress-User dieses Plugin bereits installiert haben, wie es bewertet wurde, wann es zuletzt aktualisiert wurde und, ob es mit Ihrer genutzten WordPress-Version kompatibel ist. Möchten Sie mehr Informationen zur Anwendung, dann klicken Sie auf den Link „Weitere Details“.
    4. Haben Sie sich dazu entschieden, eines der Plugins zu installieren, so klicken Sie auf den Button Jetzt installieren und geben Sie bei evtl. Anfrage Ihr FTP-Passwort ein. Nach der Installation müssen sie das Plugin darüber hinaus aktivieren, um es zu nutzen. Klicken Sie dazu erneut auf den Button, auf dem nun Aktivieren steht. Danach werden Sie zur Plugin-Übersicht weitergeleitet.

     

    Als zweite Variante haben Sie die Möglichkeit, Plugins selber hochzuladen:

     

    1. Haben Sie ein Plugin in den Weiten des Internets entdeckt, das einen vertrauenswürdigen Eindruck macht und das Sie gerne nutzen möchten, dann laden sie es in einem ersten Schritt als ZIP-Datei herunter.
    2. Besuchen Sie den Unterpunkt „Installieren“ unter dem Menüpunkt „Plugins“ in der linken Seitenleiste des Backends Ihrer WordPress-Seite. Betätigen Sie hier den Button „Plugin hochladen“ oben rechts neben der Überschrift.
    3. Nun können Sie die auf Ihrem Computer gespeicherte ZIP-Datei auswählen und diese über den Button „Jetzt installieren“ installieren.
    4. Auch nach dieser Art der Installation erscheint das jeweilige Plugin unter dem Reiter Installierte Plugins. An dieser Stelle müssen Sie dieses darüber hinaus aktivieren, um es zu nutzen.

    WordPress Plugins deinstallieren

    Merken Sie, dass bestimmte Plugins Ihnen nicht weiterhelfen, sie ihren Zweck nicht erfüllen oder sind Sie aus anderen Gründen nicht mit der installierten Anwendung zufrieden, so können Sie diese Plugins jederzeit wieder deaktivieren oder ganz löschen.

    Gehen Sie wie folgt vor, um ein Plugin zu deaktivieren:

    1. Besuchen Sie den Unterpunkt „Installierte Plugins“ unter dem Menüpunkt „Plugins“. Hier werden Ihnen alle bereits installierten Plugins Ihrer WordPress-Seite angezeigt.
    2. Mit Klick auf „Deaktivieren“ können Sie das Plugin für eine Zeit „ausschalten“, um zu schauen, wie sich Ihre WordPress-Seite ohne das jeweilige Plugin verhält.

    Um ein Plugin endgültig zu löschen, verfahren Sie so:

    1. Besuchen Sie auch hier den Unterpunkt „Installierte Plugins“ unter dem Menüpunkt „Plugins“, um eine Übersicht aller von Ihnen installierten Plugins zu bekommen.
    2. Bei aktivierten Plugins gestaltet sich das Löschen wie folgt: Klicken Sie das Kontrollkästchen neben dem Plugin an, das Sie löschen möchten und wählen Sie oben oder unten im angezeigten Aufklappmenü mit dem Namen Mehrfachaktionen die Aktion Löschen Klicken Sie zuletzt auf den Button Übernehmen und das ausgewählte Plugin wird gelöscht.
    3. Ist ein Plugin bereits deaktiviert, dann erscheint ein Button mit der Aufschrift Löschen. Betätigen Sie diesen, um das Plugin endgültig zu entfernen.

    Plugin Updates

    Nicht nur das Aktualisieren Ihrer WordPress-Seite ist wichtig, auch regelmäßige Updates Ihrer installierten Plugins spielen eine große Rolle, um eine reibungslose Ausführung Ihrer Seite zu gewährleisten. Indem Sie Plugins updaten, installieren Sie die neueste von Entwicklern veröffentlichte Version, die im besten Fall neue Erweiterungen und Fehlerbehebungen zur Verfügung stellt sowie Sicherheitslücken schließt und sich der neuesten WordPress-Version anpasst. Wir empfehlen Ihnen vor jedem Update, das Sie ausführen, ein Backup zu erstellen. So gehen Sie sicher, dass Sie jederzeit zum Ursprung Ihrer Seite zurückkehren können, falls etwas schief geht. In unserem Blogpost WordPress Backup erstellen und wieder einspielen lesen Sie, wie Sie dafür vorgehen sollten.

    Plugins lassen sich wie folgt aktualisieren:

    1. Besuchen Sie Ihr Backend. In der linken Menüleiste werden Ihnen an zwei Stellen Aktualisierungen angezeigt: Während die rote Zahl neben dem Menüpunkt Aktualisierungen unter dem Punkt Dashboard die Anzahl aller verfügbaren WordPress-, Plugin- und Theme-Updates anzeigt, stellt die rote Zahl neben dem Menüpunkt Plugin nur die Anzahl der Plugin-Updates dar.
    2. Klicken Sie auf den Menüpunkt Plugins und besuchen Sie auf den Unterpunkt Installierte Plugins. Hier werden Ihnen alle installierten Plugins samt ihrer verfügbaren Updates angezeigt. Unter dem jeweiligen Plugin erscheint eine gelb hinterlegte Zeile, die eine neue Version des Plugins vorstellt.
    3. Klicken Sie in dieser Zeile auf den Link Details der Version ansehen, um sich einen besseren Eindruck der Neuerungen zu verschaffen und schließlich auf den Link jetzt aktualisieren, um das Plugin upzudaten.

    Ihre Erfahrung mit Plugins

    Wie Sie sehen, gibt es eine ganze Reihe von nützlichen Plugins, die die Funktionen Ihrer WordPress-Seite erweitern oder verändern. Welche Erfahrungen haben Sie mit den vorgestellten Plugins gemacht? Gibt es weitere Zusatzmodule, die Sie empfehlen können? Wir freuen uns auf Ihren Input!

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