Woher der Webtraffic kommt

Urchin Dashboard

„Nachdem Google mit Urchin im März 2005 einen Anbieter von Web-Analyse-Software übernommen hat, bietet der Suchmaschinenbetreiber nun einen kostenlosen Dienst zur Analyse von Web-Traffic auf Basis der Technik an. Wer eine eigene Website betreibt, kann die Zugriffe mit dem kostenlosen Dienst überwachen und analysieren.“ vermeldete der Webnachrichtendienst Golem am 14. November 2005.

Heute ist eine professionelle Webpräsenz ohne Analysetools wie Google Analytics oder das datenschutzkonformere Piwik nicht mehr vorstellbar. Diese Dienste erfassen aber nur jenen Teil der Website-Aufrufe, die menschlichen Ursprungs sind, also gerade einmal 49 Prozent.

Das mag verwundern, aber mittlerweile 51 Prozent des Website-Traffics werden nicht von Menschen erzeugt, sondern sind maschinellen Ursprungs, wie Incapsula bereits im März schrieb. 20 Prozent des nichtmenschlichen Traffics entfallen laut Incapsula auf Suchmaschinen und „gute Bots“. 31 Prozent aller Website-Aufrufe sind hingegen sogar potenziell bedrohlich: Sie stammen von Hacker-Angriffen, Spionage-Bots und Kommentar-Spamming-Tools, also von der „dunklen Seite des Internets“.

Das Webtraffic-Wachstumsthema schlechthin ist aber das Mobile Web. Hierzu liefert zum Beispiel Statista interessante Zahlen: Weltweit werden 17 Prozent des Webtraffics mittlerweile von Smartphones erzeugt. Dabei ist dieser Traffic in den entwickelten Ländern der Welt mit etwa 10 Prozent deutlich geringer als in Entwicklungsländern, denen eine „klassische“ Telekommunikations-Infrastruktur fehlt.

Infografik von Statista

Infografik von Statista: „17 Prozent des Web-Traffics sind mobil“

Software-Hersteller Adobe sprach noch im März dieses Jahres von einem Traffic-Gesamtanteil mobiler Endgeräte (Smartphones und Tablets) von 10 Prozent bezogen auf Deutschland. Schreibt man diese Entwicklung fort, wird hierzulande die Menge des mobilen Webtraffics die 20 Prozent voraussichtlich bereits im kommenden Jahr überschreiten. Diese Entwicklung ist nicht nur für B2C, sondern auch für B2B relevant, denn auch hier werden fünf Prozent des Webseitenaufrufe von Smartphones und knapp vier Prozent mit Tablets getätigt, zusammen immerhin bereits jetzt 9 Prozent. Höchste Zeit also für Webseitenbetreiber, ihre Seiten auch mobil wirklich nutzbar zu machen.

Aber was ist das eigentlich für ein Traffic, der da erzeugt wird? Darauf hat der Chiphersteller Intel eine Antwort. Intel hat zusammengetragen, was in einer Minute im Internet geschieht und diese Informationen in einer Infografik aufbereitet. Auch hier ist zum Mobile Web eine Zahl zu finden: Laut Intel kommen minütlich 1.300 neue Mobile Nutzer hinzu. An einem Tag sind das 1.872.000.

 

Eine Antwort auf “Woher der Webtraffic kommt”

  1. silvie sagt:

    Super ARtikel und vor allem sehr lehrreich .. auch wenn er schon aus dem Jahre 2013 ist. Ein update wäre echt super! LG aus D-dorf!

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